Nachschau zum Weltgebetstag 2026

10.3.2026

PL

Wie jedes Jahr fand am ersten Freitag im März der Weltgebetstag der Frauen statt. Diesmal haben Frauen aus Nigeria den Gottesdienst vorbereitet. Das Motto waren ...

Wie jedes Jahr fand am ersten Freitag im März der Weltgebetstag der Frauen statt. Diesmal haben Frauen aus Nigeria den Gottesdienst vorbereitet. Das Motto waren Jesu Worte aus dem Matthäusevangelium: Kommt! Bringt eure Last.

Hoffnung gegen alle Hoffnungslosigkeit.

Am 10. Februar hatte das Team der Haltestelle eine eindrucksvolle Einführung gegeben. Nigeria ist ein Vielvölkerstaat mit mehr als 230 Millionen Menschen: die regionalen Unterschiede sind enorm, nicht nur zwischen Stadt und Land, zwischen Nord und Süd, sondern auch je nach Zugehörigkeit zu einer der 250 Ethnien mit je eigenen Sprachen. Das Land ist arm, hat aber reiche Bodenschätze, von denen nur wenige profitieren. Gewalt ist weit verbreitet – zu Hause und auf der Straße. Die Grausamkeit der islamischen Terrorgruppe Boko Haram ist weltweit bekannt. Das Leben der Frauen ist wahrlich nicht leicht, aber ihr Glaube gibt ihnen Kraft und ist eine Quelle der Hoffnung. Das kommt in den Liedern mit den eingängigen Melodien gut zum Ausdruck. Drei Frauen erzählen ihre Geschichte: Beatrice von der Last der gesellschaftlichen Unterdrückung, Jato von der Last der religiösen Verfolgung. Blessing von der Last von Armut und Verzweiflung.

Zum Gottesdienst am 6. März kamen mehr als 50 – und nicht nur Frauen, erfreulicherweise waren auch Männer und Kinder dabei. Das Haltestellenteam und Mitarbeiterinnen der katholischen Kirchengemeinde hatten alles sehr gut vorbereitet. Mit meditativer Musik vor Beginn wurden wir eingestimmt auf eine bewegende Stunde. Die Geschichten der drei Frauen gingen unter die Haut. Da war es wohltuend, dass zwischendurch sechs Frauen einen meditativen Tanz aufführten, passend gekleidet in den Landesfarben weiß und grün oder mit traditionellen Stoffen. Auch die Lieder luden zum Mitsingen ein und gaben Trost. Und zum Abschluss sangen wir wie jedes Jahr das Lied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“, das symbolisiert, wie der Weltgebetstagsgottesdienst mit der Sonne um die Welt geht.

Danach fanden sich viele Frauen zusammen und tanzten noch einmal gemeinsam zu der meditativen Musik. Anschließend haben wir alle die nigerianischen Spezialitäten gegessen und genossen, die vom Team vorbereitet waren. Nach ausgiebigen und intensiven Gesprächen gingen wir gestärkt nach Hause.

Allen Frauen, die beim Gottesdienst mitgewirkt haben, ein ganz herzlicher Dank für die viele Arbeit der Vorbereitung und Durchführung!

Dörthe Sachau