Seit 1979 sind Heide und Klaus Jansen Mitglied im Kirchenchor. Vor einigen Jahren sind sie nach Aachen gezogen, blieben dem Chor aber weiterhin verbunden und nahmen aus der Ferne am Chorgeschehen teil. Klaus hat im Seniorenzentrum Haus Hörn einen Chor gegründet, der inzwischen auf ca. 20 Sängerinnen und Sänger angewachsen ist und seit einiger Zeit auch einen Klavierspieler zur Begleitung hat. Einmal in der Woche wird mit großer Begeisterung geprobt. Und da kam dann die Idee auf, gemeinsam mit dem Kirchenchor im Haus Hörn ein kleines Konzert zu geben.
Also haben wir für den 13. Juni einen Chorausflug nach Aachen geplant! Das wird dann unser zweiter Besuch bei Heide und Klaus sein. Unser allseits beliebter und hochgeschätzter Chorleiter Luis Castellanos, Diakon Eckard Weimer, Frau Dr. Schmidt (Leitung Haus Hörn), Astrid Landmesser und Klaus planten das gemeinsame Programm im Haus Hörn.
Pünktlich um 9:30 ging es dann mit dem Bus Richtung Aachen. Ulrike Vennen, die an diesem Tag Geburtstag hatte, versorgte uns mit Plätzchen und Haribo, und bekam nach vielen Glückwünschen und Umarmungen ein Ständchen gesungen. Erstes Ziel in Aachen war der Elisenbrunnen. Dort standen wir in geselliger Runde und stießen mit einem Eierlikör auf den gestrigen Geburtstag von Heinz Kamp an, und auch unser „Prost“ Lied durfte nicht fehlen.
Um 11 Uhr begann dann in zwei Gruppen eine Führung „Aachen häppchenweise“, die Julia Tüffers angeregt und organisiert hatte. 2009 gründeten zwei Frauen diese etwas andere kulinarische Stadtführung, deren Erlös karitativen Zwecken zugute kommt. Wann tut man schon mal mit Essen gleichzeitig etwas Gutes? Als erstes wurde uns ein wenig die Geschichte der Stadt erzählt und über das Heil wasser, das wir dann alle probieren durften. Es schmeckt genau so schlecht wie es riecht… ist aber wohl sehr gesund! Bei einer Fleischerei erfuhren wir dann, dass die Blutwurst in Aachen Puttes heißt und als Spezialität sogar mit geografisch geschützter Angabe (g.g.A.) in der EU geschützt ist. Für jeden gab es ein Häppchen mit leckerem Monschauer Senf. Und woher kommt der Sauerbraten? Alte Gäule sind sehr zäh, aber mit der Marinade aus Essig und Gewürzen wird jedes Fleisch weich… Und in Aachen kommen natürlich Printen in die Soße. Weiter ging es mit der nächsten Aachener Spezialität: dem Reisfladen. Den gibt es auch in Belgien und Holland, aber die Rezeptur ist leicht unterschiedlich. Im Couven Museum erfuhren wir dann die lange Tradition der Schokoladeherstellung, Trumpf Schogetten durften wir auch genießen. Printen in den verschiedensten Arten gab es auch noch zur Verkostung und zum Abschluss w urde noch ein Likör gereicht – natürlich aus Printen. Zwischendurch gab es noch interessante Informationen über den Dom und das Rathaus, z.B. dass der Dom das erste Welterbe der Unesco ist! Nach unserem Rundgang ging es zu Fuß zum Theater, wo uns der Bus aufnahm zur Weiterfahrt zum Haus Hörn.
Wir wurden sehr herzlich empfangen, begrüßten Heide und Klaus, die sich sehr freuten, und bekamen erst einmal Wasser und Kaffee zu trinken. Der große Saal war voll und alle warteten zunächst gespannt auf den Auftritt des hauseigenen Chores. Die Damen trugen schwarze Kleidung und einen grünen Schal mit der Aufschrift „Chor Haus Hörn“, die Männer trugen Sweatshirts mit derselben Aufschrift. Da der geplante Gottesdienst mangels eines Kirchenraumes nicht stattfinden konnte, hat Diakon Weimer eine kleine Andacht in das Konzert integriert. Dann begann das Konzert mit dem Lied „Wochenend und Sonnenschein“, das begeistert aufgenommen wurde.
Klaus dirigierte sicher, und der Chorklang war richtig gut. Es gab viel Applaus für „Hallo, mein Fräulein“, „Griechischer Wein“ und „Mein kleiner grüner Kaktus“. Es ist bewundernswert, was Klaus im Laufe der Zeit aufgebaut hat und mit welcher Freude alle singen. Bei dem Lied „Die kleine Kneipe“ sangen wir mit und schunkelten beim Refrain. Dann gingen wir auch auf die Bühne mit unseren Notenmappen – wie immer zuverlässig und sorgfältig zusammengestellt von unserer Notenwartin Anneliese Maags – und sangen alle gemeinsam mit Luis am Klavier und Klaus am Pult vier Lieder: „Geh aus. mein Herz“. „Die Gedanken sind frei“. „Kein schöner Land“ und „Über den Wolken“
Das Publikum sang auch gerne mit. Anschließend kam unser Auftritt mit fünf Liedern. Der Text von „Fix you“ (Coldplay) wurde vom Diakon zum besseren Verständnis in der deutschen Fassung vorgelesen; das Lied kam gut an. Es folgten „Du bist das Licht“, „Like an Eagle“, „Vielen Dank für die Blumen“ und zum Schluss das „African Alleluia“, das Begeisterungsstürme hervorrief. Statt eines gesprochenen Segens kündigte der Diakon die „Irischen Segenswünsche“ an, die wir alle gemeinsam sangen.
Dann stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen und verabschiedeten uns um halb fünf von Heide und Klaus, der sich herzlich bedankte und meinte, dass wir das gerne wiederholen könnten!
Die Busfahrerin brachte uns sicher wieder nach Schw’anenberg und schickte uns später ein Bild von den Chören mit einem Dank für den schönen Tag mit uns.
Es war ein erlebnisreicher Tag, der uns allen gut gefallen und der Gemeinschaft gut getan hat.
Dorthe Sachau

Seit 1979 sind Heide und Klaus Jansen Mitglied im Kirchenchor. Vor einigen Jahren sind sie nach Aachen gezogen, blieben dem Chor aber weiterhin verbunden und ...






